Tango tanzen verboten!
Im preußischen Landtag wird ein Tango-Tee veranstaltet. Dahinter steckt die lebenslustige Gräfin von Schwerin-Löwitz.
Das gefällt nicht allen, vor allem nicht dem Kaiser Wilhelm II.
Er ist über den Tanz mit angeblich halbseidener Herkunft so erzürnt,
dass er seinen Offizieren ein Tango-Verbot erteilt.
Wir nehmen dieses Ereignis zum Anlass,
Tangokultur in Potsdam Fuß fassen zu lassen!
Das argentinische Rinnsteinkind
Die Tragödie des Tango in Preußen
Was ist mit der preußischen Toleranz?
Tango nur für Abtrünnige und für die Gosse?
Die Gräfin als Drahtzieherin der Tango-Kultur?
- Das kaiserliche Tango-Verbot ist übrigens historisch belegt
- eine schöne Ausgangsbasis für ein Theaterstück und einen Tango-Event im 21. Jahrhundert.
Vom Tango-Verbot zur Tango-Blüte
Tango-Kultur soll in Potsdam weiter Fuß fassen können.
Einer der Wege dorthin wird die gemeinsame Entwicklung des Theaterstücks
"Das argentinische Rinnsteinkind" sein.
An vier Terminen wird das Stück
an verschiedenen Orten in der Stadt mit Tänzern, Tangolehrern,
Zuschauern und Schauspielern erarbeitet.
Alle am Tango Interessierten aus Potsdam, Berlin und Umgebung sind eingeladen, mitzumachen.
Mitwirkende
Die Gräfin von Schwerin-Löwitz und ihr Gegenspieler Kaiser Wilhelm II.
führen durch das Stück; sie werden von professionellen Schauspielern dargestellt. Alle anderen an dem Thema und dem
Tanz Interessierten bilden einen Chor nach Vorbild des klassischen antiken Dramas.
Diese Gruppe wird zu Laienspielern, die in einer Reihe von Workshops die Kunst des Tangotanzens vertiefen werden.
Der getanzte Weg bis hin zum fertigen Stück
Ein interessanter Prozess, an dem alle Mitwirkenden beteiligt sind
- Themen werden sein:
Die Rezeption der Tangokultur im Deutschen Reich des Kaiser Wilhelm II;
die Frage des damals schlechten Images des Tango;
der Widersinn, den Tango für die Jugend als schädlich einzustufen
und dieselbe Jugend zur gleichen Zeit bewusst in den Krieg zu schicken;
das Nachdenken über die Rezeption des Tango zu Zeiten einer weltumspannenden Krise.
Was wäre gewesen, wenn . . .

...Entscheidungen damals nicht von nationalen Gedanken geleitet worden wären?
Wenn es als tugendhaft gegolten hätte, das im Tango eingebettete Einfühlungsvermägen
und den achtsamen Umgang junger Menschen zu unterstützen,
die Pflege und Förderung kulturellen Umgangs miteinander?
Hier werden die beiden Figuren "Gräfin und Kaiser" heftig agieren können...
Die älteste Pop-Bewegung der Welt
Der Tango ist kein höfischer Tanz, sondern eine breite Bewegung, die Dank der zeitgleich sich entwickelnden Medien- und Tonträgertechnik weiteste Verbreitung in der ganzen Welt finden konnte. Alle Mitwirkenden werden gemeinsam eine Vision entwickeln vom Umgang miteinander, von lebendiger Weltkultur.
Zur Finanzierung des Vorhabens sollen Einnahmen aus Eintrittsgeldern entstehen. Die Veranstaltungen werden zu einem nicht unerheblichen Teil getragen von ehrenamtlichen Aktivitäten. Förderung durch das Kulturamt der Stadt Potsdam.


